IBM/370 Modell 125

Ankündigung: 1970

Das im Jahre 1970 angekündigte System /370 Modell 125 ist die kleinste Maschine einer neuen Generation von kompatiblen Rechnern, die der neuen System/370 Architektur folgen.
Diese neue Architektur ist die Erweiterung des Systems/360 und besteht im Wesentlichen aus der Beseitigung der physikalischen Grenze des Hauptspeichers. Konnte früher ein Programm nur dann ausgeführt werden, wenn es vollständig im Speicher geladen war, so kann in der System/370 Architektur ein Programm auch dann ausgeführt werden, wenn es nicht vollständig in den Speicher hinein passt.

Es können in der neuen Architektur Programme von bis zu 16-Megabyte Größe ausgeführt werden, und zwar unabhängig von der Größe des tatsächlich in der Maschine eingebauten Hauptspeichers.
Ein bis zu 16-Megabyte großes Programm wird in der neuen Architektur grundsätzlich auf einem Magnetplattenspeicher abgelegt und von dort stückweise in den realen Speicher des Prozessors nachgeladen. Dies geschieht automatisch sobald das vorangegangene Programmstück abgearbeitet worden ist.

Die logische Einbeziehung eines Plattenspeichers in den Hauptspeicher wirkt somit als Speichererweiterung. Man nennt den gesamten zur Verfügung stehenden Speicherraum den "virtuellen Speicher".

Die System/370 Architektur beschreibt das Verfahren, mit dem die Programmteile auf die Platte gespeichert werden und die Methode, mit welcher sie bei Bedarf in den Hauptspeicher nachgeladen werden. Dieses Konzept ist einheitlich für alle System/370 Maschinen und so gestaltet, dass fortan ein oder mehrere virtuelle Speicher von jeweils 16 Millionen Bytes Größe angelegt werden können, unabhängig von der technischen Realisierung oder der Leistungsfähigkeit des einzelnen Maschinenmodells.

Passend zu diesem Konzept wurden mehrere neue Instruktionen eingeführt, mit denen bis zu 16 Megabyte große Datenfelder gehandhabt werden können. Auch die Kanäle wurden durch das Blockmultiplexverfahren leistungsfähiger gemacht.

 Das Multi-Prozessorenkonzept

 Der Hauptprozessor

 Die Ein/Ausgabeprozessoren

 Der Servicerechner

 Das Speichersteuergerät

 Generelles Arbeitsschema


 
 

Rolf Ziegler