IBM Typ 3 B
Ankündigung: 1917 |
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Die erste schreibende Tabelliermaschine IBM Typ 3 B wurde 1917 von Herman Hollerith entwickelt.
Die IBM Typ 3 B ist eine um ein Schreibwerk erweiterte Tabelliermaschine
(z. B. IBM 90).
Sie besaß 7 Schreibwerke für die verschiedenen Zähler. Die Auswertungsergebnisse
wurden auf Endlospapier geschrieben. Es konnten jedoch keine Kopfzeilen auf die
Listen gedruckt werden. Deshalb war eine Nachbearbeitung der Listen notwendig,
die sehr zeitaufwendig war. Dies war sicher auch ein Grund dafür, dass die IBM Typ 3 B
nicht sehr beliebt war. Fünf Jahre nach Einführung der Maschine waren nur 25% aller Tabelliermaschinen
vom Typ 3B (mit einem Schreibwerk).
Einen großen Vorteil gegenüber ihren Vorgängern hatte die IBM Typ 3 B allerdings:
Früher mussten zum Trennen einzelner Berechnungsgruppen (z.B. Land, Bezirk,
Kundennummer etc.) immer Stopkarten eingefügt werden. Die neue Maschine benötigte
keine solchen Stopkarten mehr, um Gruppen zu trennen. Sie arbeitete mit zwei
Abfühlsätzen. Hatten zwei aufeinander folgende Karten unterschiedliche
Gruppenmerkmale, gab es einen Unpaarigkeitsimpuls und die Maschine führte keine weiteren
Lochkarten zu. Die Ergebnisse für die abgeschlossene Gruppe wurden geschrieben, die
Zähler wurden gelöscht und die Berechnung für die folgende Gruppe wurde gestartet.
Die IBM Typ 3 B war außerdem mit einer Schalttafel ausgestattet, die es ermöglichte,
verschiedene Rechenprogramme auszuführen.
| Erscheinungsdatum |
1917 |
| letztes Produktionsdatum |
1930 |
| Einsatzgebiet |
Verwaltung, Wirtschaft |
| Revolutionäre Neuerungen |
Druckwerk, Unpaarigkeitsimpuls |
| Vorgänger |
IBM 090 |
| Nachfolger |
DEHOMAG D11 |