MF-Telefon und angeschlossene Datenterminals

Ankündigung: 1969

MF-Telefon
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Im Jahre 1968 entwickelte die IBM eine Nebenstellenanlage, die IBM 2750.
Im Gegensatz zu den herkömmlichen Vermittlungsanlagen wurde die Verbindung nicht mechanisch, sondern elektronisch über sogenannte Thyristoren hergestellt. Der Verbindungsaufbau erfolgte nach dem Mehrfrequenzverfahren.

Die Vorteile dieses Systems waren:

In diesem Dokument wird nicht weiter auf die IBM 2750 eingegangen.

Das Problem dieser Anlage war das damalige Telefon-System der Post, das auf dem Impuls-Wahlverfahren basierte, außerdem waren die damals verfügbaren Telefone ausschließlich mit Drehscheiben ausgestattet, die die Verbindung mechanisch, über Relais, aufbauten.

Um diese Nebenstellenanlagen nun betreiben zu können, entwickelte die IBM das erste Tastentelefon (IBM 3999-029), das auf dem Mehrfrequenz-Wahlverfahren basiert.

Dieses Telefon bzw. Datenstation war mit verschiedenen Ausstattungen erhältlich. Im Haus zur Geschichte der IBM Datenverarbeitung ist ein solches "Komplettsystem" zu sehen. Die Station besteht aus einem Telefon, einem Kartenleser und einem Drucker.

Der Kartenleser dient dazu, einen Auftrag, der auszuführen war, zu erfassen.
Er funktioniert nach folgendem Prinzip:

Die Arbeit bzw. der Auftrag wurde auf einer Lochkarte ab gestanzt. Nachdem dies geschehen war, wurde ein sogenannter Stub (=die ersten 22 Spalten einer Lochkarte) abgerissen und an die Produktion geschickt. Sobald der Auftrag erledigt war, wurde der Stub mittels des Kartenleser erfasst. Der Kartenleser übertrug dann die Daten zu einem Kontrollzentrum zur weiteren Auswertung.

Der Drucker diente zum Protokollieren der Vorgänge.

Die Datenstation im Überblick:

 Telefon: IBM 3999-029

 Kartenleser: IBM 5923-B01/B07

 Drucker: IBM 5934-B01

 MF-Tastatur: IBM 5923-B0X


 
 

W.F.