IBM Typ 090

nicht-schreibende Tabelliermaschine
Ankündigung: 1908

Diese erste Tabelliermaschine wurde von Hermann Hollerith im Zeitraum 1900-1908 entwickelt und ab 1908 eingesetzt.

Die später als Type 090 bezeichnete Maschine konnte Lochkarten einer Gruppe selbstständig einlesen und die Werte eines oder mehrerer Lochfelder addieren. Jedoch musste das Ergebnis durch den Operator vom Zähler abgelesen werden, um es dann handschriftlich in einer vorgegebenen Liste zu notieren. Ab 1911 konnten die Zählwerke manuell von der Löschwelle abgekuppelt werden und so eine 2-stufige Addition nach Gruppe und Untergruppe, z.B. eine Verkaufstatistik nach Vertreter und Kunde, angefertigt werden. Das selbstständige Erkennen eines Gruppenwechsels in den Lochkarten war nicht möglich, und somit mussten "stop cards" am Ende einer Gruppe eingefügt werden, die die Tabelliermaschine bei jedem Gruppenwechsel anhielten.

Die 090 basierte auf Mechanik und Elektromechanik und wurde bis in die zweite Hälfte der zwanziger Jahre benutzt.

 Geschichtliche Einbindung

 Funktionsweise

 Stop Cards

 


Erscheinungsdatum 1908
Einsatzgebiet alle Lochkartenabteilungen
Revolutionäre Neuerungen selbstständige Addition, Schalttafel, "stop cards"
Nachfolger schreibende Tabelliermaschine IBM Typ 3B