Hollerith Lochkarte |
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Nach seiner Mitarbeit im US Census (Volkszählung) von 1880 entwickelte Herman Hollerith die Idee einer mechanisierten Auswertung von Census-Daten. Er hatte erfahren wie mühsam und anstrengend das Auswerten der handschriftlich festgehaltenen Daten auf den Zählbogen ist. Und wie lange es dauerte bis die Ergebnisse der Volkszählung vorlagen.
Seine Idee: Die Daten auf einer Karteikarte durch Lochungen festhalten und die "Lochkarten" in einem "Auswertungs-Gerät" abzufühlen, das heißt "zu verarbeiten".
Hollerith nahm eine Karteikarte mit den Maßen 3¼ inch mal 8⅝ inch (inch = 2,54 cm). 12 übereinander liegende Lochpositionen, je ¼ inch im Quadrat und je ⅛ inch für den oberen und unteren Rand ergaben die Höhe der Lochkarte (= 82,55 mm).
Dieses Maß blieb bis in unsere Zeit.
Die Kennzeichnung der Lochpositionen brauchte auf der Lochkarte nicht aufgedruckt zu sein. Das war sehr nützlich, da erhebliche Druckkosten vermieden wurden.
Zur Kontrolle der Lage der unbedruckten Lochkarte hatte sie rechts unten einen Eckenabschnitt.
Die Abfühl-Einrichtung seines Hollerith Electric Tabulating System (HETS) fühlte die ganze Fläche der Lochkarte ab, die von Hand eingelegt wurden.
Die Merkmale in der Volkszählung, wie männlich; weiblich; Geburtsjahr-Gruppe; Hautfarbe: Weißer oder Farbiger;
Herkunft: Japaner; Chinese; Indianer, usw., waren jeweils einer Lochposition zugeordnet.
Der Zählbezirk war vorher am linken Rand der Lochkarte gelocht worden.
Hierzu hatte Herman Hollerith einen Locher erfunden, der viele Lochkarten gleichzeitig lochen konnte, genannt "Gang Punch".
1886 konnte er das aus seiner Idee entstandene "Elektrische Zähl- und Sortier-System" in der City of Baltimore zur Erarbeitung von Gesundheits-Statistiken erproben.
Ab 1890 hieß es: Hollerith Electric Tabulating System (HETS).


