DEHOMAG D11

Ankündigung: 1935

DEHOMAG D11, die erste universelle numerische Tabelliermaschine

Die D11, Tabelliermaschine deutscher Entwicklung, konnte in Kartengängen Posten summieren, subtrahieren, direkt saldieren, sowie Posten drucken im Zeilendruck. Bei Gruppenmerkmalwechsel wurde das Kartenlesen automatisch gestoppt und Zwischengänge eingeleitet, in denen bei max. ausgestatteter D11 alle vier Grundrechnungsarten sowie Querrechnungen in 4 Rechenwerkspaaren durchgeführt werden konnten. Bis zu 9 Zwischengänge erlaubten mehrstufiges Rechnen, z.B. einer Formel, das Drucken der Ergebnisse -und dies erstmalig auf vorbestimmte Formularzeilen -sowie das Ablochen (1935) oder Abstanzen (ab1937) der Ergebnisse als "Vortrag" in eine Lochkarte für die folgende Abrechnungsperiode.

Der Nutzer setzte pro Anwendung eine in Sekunden auswechselbare Schalttafel ein, deren Funktionen noch durch eine Schaltergruppe modifiziert werden konnte. Schalttafel und interne Zwischengang-Steuerung erlaubten es, Zwischengänge konditional zu überspringen. Die Kartendurchlaufgeschwindigkeit betrug anfangs 100 Karten/min., ab 1952 wurden 150 Karten/min. erreicht.

 Entwicklungsschritte zur D11 in Berlin

 D11 Arbeitsweise

 D11 Technik

 D11 Anwendungsfelder

 


Erscheinungsjahr 1935
Produktionsjahre 1935 bis 1945
Verbreitung deutschsprachiger Raum ca.1100
Einsatzgebiet vielfältiger Einsatz
Revolutionäre Neuerungen Rechenwerke mit automatischer Saldensteuerung
Vorgänger druckende Tabelliermaschine IBM TYPE 3B
Nachfolger IBM 421

Autor Hans Spengler
Böblingen
Stand 29. Mai 2010
dvdD11.tmd