IBM Drucker für das 3600 SystemErscheinungsjahr: 1969 |
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Für das IBM 3600 System gab es eine ganze Palette von Druckern, je nach Einsatzbereich.
Formulardrucker IBM 3610
Dieser Drucker konnte bei Verwaltungsarbeiten als Formular- oder
Protokolldrucker eingesetzt werden. Er wurde eingesetzt um
Geschäftsvorfälle unterschiedlicher Formate zu protokollieren oder
zu quittieren. Die Abmessungen des Gerätes waren so günstig, daß
jede Einheit am Schalter aufgestellt oder integriert werden konnte.
Der Drucker war in drei Modellen unterschiedlicher Ausstattung verfügbar:
- Modell 1: bedruckte Einzelbelege.
- Modell 2: Bedruckte Einzelbelege und Journalrolle.
- Modell 3: bedruckte Einzelbelege und Endlosformulare.
Einrichtungen für alle Modelle:
- 64 - Zeichensatz, (erweiterbar auf 96 - Zeichensatz),
- Druckgeschwindigkeit 15 Z/sek. (erweiterbar bis auf 30 Z/sek.)
- Zeichendichte: 80 Zeichen/Zeile,
- 5 oder 6 Zeilen/Zoll Zeilendichte,
- Bedrucken von Einzelbelegen und Formularsätzen mit bis zu 4 Durchschlägen
Sparbuch- und Formulardrucker IBM 3612
Der Drucker IBM 3612 ermöglichte es, eine Vielzahl von Sparbüchern und Formularen entsprechender Anwendungen
zu bedrucken.
Er bot mit seinen zwei unabhängigen Druckwerken alle Voraussetzungen für die Abwicklung aller Schaltertransaktionen.
Der Sparbuchschacht befand sich in der unteren Hälfte der Einheit, während der Schacht für Belege/Formulare
im oberen Teil angeordnet war.
Mit diesen Einrichtungen konnte der Drucker gleichzeitig Sparbücher und Belege bedrucken, ohne dass manuelle Eingriffe der Mitarbeiter
notwendig wurden.
Die Abmessungen der Geräte waren so klein, dass die Einheit unmittelbar am Schalter aufgestellt werden konnte. Alle drei
Modelle verarbeiteten vertikal oder horizontal gefaltete Sparbücher. Der Drucker war in drei Modellen verfügbar und wurde
zum zeilenrichtigen Bedrucken von Sparbüchern und Quittungen eingesetzt.
- Modell 1: bedruckte Sparbücher und Belege/Dokumente,
- Modell 2: bedruckte Sparbücher, Belege und Journalrollen,
- Modell 3: bedruckte Sparbücher, Belege und Endlosformulare
Einrichtungen für alle Modelle:
- 64-Zeichensatz,
- Druckgeschwindigkeit: 15 Zeichen/sek.,
- Zeichendichte: 10 Z/Zoll, max. 80 Zeichen für Formulardruck,
- Zeichendichte für Sparbuchdruck: 12 Z/Zoll,
- Zeilendichte: 5 oder 6 Zeilen/Zoll,
- Bedrucken von Einzelbelegen mit bis zu 4 Durchschlägen
Sparbuchdrucker IBM 3616
Der Sparbuchdrucker IBM 3616 besteht aus zwei Druckstationen, die von einem Druckkopf bedient wurden:
- Die Sparbuch-Druckstation
- die Journal-Druckstation.
Die Sparbuchdruckstation arbeitet mit horizontal gefalteten Sparbüchern oder Mehrfachdokumenten, bei denen mehrere Zeilen auf
einmal gedruckt werden konnten.
Vertikal gefalteten Sparbücher benötigten den Zusatz 8712.
Gedruckt wurden bis zu 100 Zeichen pro Zeile mit einem Zeilenabstand von 5 oder 6 Zeilen per inch.
Die Journaldruckstation bedruckte ein ein- oder zweilagiges Journal, das in dem Drucker geführt und gehalten wurde.
Manuell eingeführte Quittungen wurden mit einer Zeile gedruckt, wobei die Quittung vor das Journal eingeführt werden mußte,
Der Drucker hatte 8 Status-Anzeigen, wo von 3 frei programmierbar waren und druckte mit 120 Zeichen/s.
Zeilendrucker IBM 3618
Dieser Drucker war überall dort installiert, wo umfangreiche Listen oder Protokolle dezentral
gedruckt werden mussten.
Standardeinrichtungen:
- Bedrucken von Endlosformularen,
- Formularführung mittels Stachelradwalze,
- Formularbreite: 8,9 bis 22,9 cm,
- Zeichendichte: 10/Zoll bzw.80 Druckstellen/Zeile,
- Druckgeschwindigkeit war abhängig vom verwendeten Zeichensatz.
max.Druckleistung
Zeichen / SekundeZeichensatz 155 48 125 64 88 96 43,5 96 - 52 zusätzliche Druckpositionen, wodurch max.14,8 Zoll breite Formulare beschriftet werden konnten.
- Doppelter Formularvorschub.
Zeilendrucker IBM 3619
Der Drucker IBM 3619 wurde speziell für die deutschen Kreditinstitute entwickelt.
Es handelte sich um einen Nadeldrucker für Endlospapier.
Drei Modelle standen zur Verfügung, mit einer Druckleistung von 60, 80 und 120 Zeichen pro Sekunde.
Im Gegensatz zur IBM 3618 handelte es sich um einen Arbeitsplatzdrucker.
Zeilendrucker IBM 3615
Im nordamerikanischen Raum kam der Drucker IBM 3615 zum Einsatz, der sich von der verwendeten Technologie, dem Zeichensatz und der Anzahl der bedruckbaren Durchschläge etwas von dem Drucker IBM 3619 unterschied.
Sparbuchdrucker IBM 3620
Während die meisten Kreditinstitute außerhalb Deutschlands
Sparbücher mit horizontaler Faltung benutzen, ist in Deutschland
die Faltung des Sparbuchs meistens vertikal.
Dadurch unterscheidet sich auch die Anordnung des Magnetstreifens
am Buch und dessen Codierung von anderen Ländern.
Der Drucker IBM 3620 wurde entsprechend den Anforderungen der
deutschen Kreditinstitute entwickelt und in geringerem Maße auch in
anderen europäischen und asiatischen Ländern eingesetzt.
Das Druckwerk war ebenfalls ein Nadeldrucker mit Geschwindigkeiten von 60, 80 oder 120 Zeichen pro Sekunde.
Der Zeilentransport von Formularen und Sparbüchern konnte auch in
Bruchteilen des normalen Zeilentransports vorgenommen werden.
Dadurch war es möglich, Formulare und Sparbücher zu verwenden, die
eigentlich für den manuellen Gebrauch entwickelt worden waren.
Linke Druckstation für Einzel- und Mehrfachformulare so wie Sparbücher
Rechte Druckstation für Journaldruck
Die Nachfolgedrucker waren die Drucker des IBM 4700 Systems
W.F.


