IBM 3604 DialogstationenErscheinungsjahr: 1969 |
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Die Optische Dialogeinheit war in sechs Ausführungen verfügbar. Im Bankenbereich wurden im wesentlichen vier Modelle verwendet.
Sie konnte universell in allen Bereichen eines Kreditinstitutes eingesetzt werden.
Über eine Tastatur bzw. dem Bildschirm erfolgte die interaktive Ein- und Ausgabe von Daten unter Steuerung der IBM 3601/3602
und ggf. des zentralen Systems.
Auf dem Bildschirm erschienen Nachrichten des Systems, Anweisungen für den Bediener und die vom Bediener eingegebenen Daten.
Die Tastatur konnte flexibel gestaltet werden.
Die einzelnen Komponenten der IBM 3604 waren:
- Bildschirm,
- Tastaturen,
- Magnetstreifenleser
Bildschirm
Mit der IBM 3604 kam eine neue Technologie (Gas Panel) zum Einsatz:
Sie bewahrte die Vorteile der herkömmlichen Kathodenstrahlröhre, wies aber nicht deren Nachteile (z.B. Platzbedarf) auf.
Die klare, nicht flimmernde Darstellung erfolgte in einer 7 x 9 -Punktematrix.
Die 240-1024 Zeichen auf dem Bildschirm waren in 6-16 Zeilen zu je 40-64 Zeichen angeordnet.
Die roten Zeichen, die auf dunklem Grund erschienen, waren mit ausschlaggebend für die gute Lesbarkeit der angezeigten Daten.
Tastaturen
Die Tastaturen waren elektronische Tastaturen. 5 verschiedene Tastaturen standen zur Auswahl.
- Numerische Tastatur (Mod. 1 und 2):
Sie enthielt 30 Tasten in 2 Blöcken zu je 15 Tasten, wovon ein Block wie eine Additionsmaschinentastatur angeordnet war. Die restlichen Tasten waren Funktionstasten, denen per Programm die gewünschten Funktionen zugeordnet wurden. - Dateneingabetastatur (Mod. 1 und 2):
Sie wies gegenüber der numerischen Tastatur eine Motortaste auf. - Erweiterte numerische Tastatur (Mod. 1 und 2):
Sie entsprach der numerischen Tastatur mit zusätzlichen 15 Funktionstasten. - Alphanumerische Tastatur (nur Mod. 2):
Sie enthielt einen Satz von 77 Tasten, von denen 50 entsprechend der Schreibmaschinentastatur graviert waren, sowie einen Block mit 15 weiteren Tasten (Additionsmaschinengravur).
Die alpha-numerischen Tastaturen waren mit der sogenannten Typamatik-Funktion ausgerüstet, d.h. durch längeres Betätigen einer Taste wird per Programm das entsprechende Zeichen fortlaufend generiert. Dies galt für den Cursor, die Leertaste und bis zu 13 frei wählbaren Tasten. - Erweiterte alphanumerische Tastatur (nur Mod. 2):
Sie entsprach der alphanumerischen Tastatur mit zusätzlich 15 Funktionstasten.
Die Auslegung der Tastatur bzw. die Anordnung der einzelnen Tasten konnte so flexibel gestaltet werden, daß allen organisatorischen und arbeitstechnischen Anforderungen entsprochen wurde.
Magnetstreifenverarbeitung
Eine Zusatzeinrichtung für das Modell 1 bis 6 der IBM 3604 diente dem Lesen und Codieren von Magnetstreifen (maximal 40 Zeichen). Dies wurde erreicht, indem ein entsprechendes Dokument (Sparbuch, Ausweiskarte), das mit einem Magnetstreifen versehen war, manuell durch eine auf der Oberseite der IBM 3604 angebrachte Einrichtung geführt wurde. Mit dieser Einrichtung konnte das relativ aufwendige manuelle Eintasten verschiedener Informationen (z.B. Kontonummer, alter Buchsaldo, Zeilennummer der Sparbuchseite) entfallen.
3604 Model 1
3604 Model 2
3604 Model 3
3604 Model 4
3604 Model 5/6
Display-Technologien
| Als Lichtquelle dient ein ionisiertes Gas (Plasma); das zwischen zwei Glasplatten eingeschlossen ist. Die eine Platte ist von senkrechten Stromleiter durchzogen, die andere von waagerechten. So ergibt sich in der Draufsicht ein Gitter. Werden ein waagrechter und ein senkrechter Leiter unter Spannung gesetzt, leuchtet da, wo sie sich kreuzen, das Gas auf und ergibt einen hellen, scharf umrissenen Punkt. Viele solcher Punkte ergeben ein Zeichen, ein Symbol oder ein Rasterbild. Das Bild ist kontrastreich, gestochen scharf und stabil, in der Mitte ebenso wie am Rand. Es gibt kein Flimmern, kein Verschwimmen und keine Spiegelung. |
Funktionsweise des Plasma-Bildschirms (1973) |
Tastatur-Technologie
Mit dem IBM 3600 System wurde auch die Matrix Technologie für die Tastaturen eingeführt. Jede Taste saß im Kreuzungspunkt einer horizontalen und vertikalen "Sense Line". Bei Betätigen einer Taste wurde jeweils ein spezifischer Code ausgelöst, der von der Einheit einem frei definierbaren Zeichen zugeordnet wurde. So konnte man mit einer Tastatur alle Varianten der nationalen Sprachen realisieren.
Magnetstreifen-Chipkarte



