Magnetbandlaufwerke |
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Magnetbänder sind Speichermedien und bestehen aus Kunststoff, (früher auch Papierstreifen,) der mit einem magnetisierbaren Material beschichtet ist. Durch die Magnetisierung des Materials an einigen Stellen können Daten gespeichert werden. Dies geschieht, indem das Band an einem Elektromagneten vorbeiführt wird. Durch ein- und ausschalten des Magneten werden so Daten auf das Speicherband geschrieben. Zum Lesen dieser Daten läuft das Band an einer Spule vorbei, in der, durch das sich ändernde Magnetfeld, ein Strom induziert wird, der als Datenstrom vom Rechner verarbeitet werden kann.
Ein großes Problem bei den Bandlaufwerken war die extreme Belastung der Speicherbänder. Für ein flüssiges Arbeiten mußte das Band innerhalb von 5ms auf 3,5 Meter pro Sekunde beschleunigt und ebenso schnell gestoppt werden können. Um die Daten auslesen zu können, mußte das Band außerdem mit konstanter Geschwindigkeit am Lese-Schreibkopf vorbei laufen. Da die Magnetbänder unter diesen Belastungen immer wieder gerissen sind und sich dehnten, führte IBM eine Neuerung ein. An beiden Rollen gab es kleine Schächte in denen das Band als Schlaufe lief.
Um das Speicherband durch den Luftwiderstand nicht unnötig zu bremsen und damit auch zu belasten,
wurde in diesen Schächten ein Unterdruck erzeugt.
Durch Sensoren wurde geregelt, dass immer genug Band in den Schlaufen war, damit es sich nicht spannt.
Der Vorteil war, dass das Speicherband bei den starken Kräften beim Starten und Bremsen,
nachgeben konnte und die Geschwindigkeit am Lese-Schreibkopf konstant war.
Das Speichern möglichst vieler Daten auf kleinstem Raum, war ein zentraler Punkt in der Entwicklung. Auf den Magnetbändern wurde in mehreren Spuren nebeneinander geschrieben, um eine möglichst große Menge an Information unterzubringen. Durch Verbesserung der Schreibweisen auf das Band, wurden die Datendichte von 140 bit pro Inch auf über 500 bit pro Inch gesteigert.
Das grundlegendes Problem der Bandlaufwerke blieb jedoch bestehen.
Die Informationen lagen hintereinander, so dass für gezieltes Aufrufen von Daten
ständig gespult werden mußte. Dieser Aspekt war der entscheidende Grund,
weshalb sich sich Bandlaufwerke nicht gegen die Festplatte durchsetzten konnten.
Heute werden Magnetbänder ausschließlich als reines Archivierungsmittel
(heute Streamer) genutzt.

