Lochkarte |
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Der Datenträger bei Lochkartenmaschinen war die Lochkarte, die Ende des 19. Jahrhunderts von Herman Hollerith erfunden wurde. Sie diente als Speicher für Daten und zur Datenverarbeitung. Ursprünglich hatte die Lochkarte 240 (12 mal 20) Lochstellen, die insgesamt abgefühlt werden konnten (siehe Hollerith Lochkarte). Mit anderen Worten: es gab noch keine Lochspalten mit den Ziffern 0, 1 bis 9, da nur die Anwesenheit oder Abwesenheit eines einer Lochposition zugeordneten Merkmals registriert wurde. Erst 1895 wurden Lochspalten in der Lochkarte verwendet, da nun Werte festgehalten werden mußten. Nach einer Anfangsphase ergaben sich 45 Lochspalten als Standard für die Lochkarte. 1928 schließlich führte IBM die 80spaltige Lochkarte ein. In einer Spalte wurde eine Ziffer durch eine Lochung in einer bestimmten Lochposition festgehalten, später dann Buchstaben durch zwei Lochpositionen in einer Lochspalte.
Um die Daten in den Lochkarten lesen zu können war ein Lochkartenleser notwendig. Ausgelesen wurde, indem Metallbürsten über die Lochkarte streiften (bei Holleriths erster Maschine, dem Hollerith Electric Tabulating System HETS, fühlten Metallstifte die Karte ab). Befand sich an einer Stelle ein Loch, kam es zu einem Kontakt mit der unter der Lochkarte liegenden Metallwalze und somit zu einem elektrischen Signal. Später arbeiteten die Kartenleser mit Fotozellen. Die gelesenen Daten oder Codes wurden an die Zentraleinheit des Rechners weitergegeben. Als Ausgabegerät und zur Herstellung von Lochkarten diente ein Lochkartenstanzer.
Quelle:
Homepage von Helmut Stadtmüller


